Sonntag, 24. Mai 2015

Sonntagsspaziergang

Mit Sookie waren wir heute in Wahn.
Wahn war früher ein Dorf, bis alle Einwohner umgesiedelt wurden um einen Schießplatz zu bauen.










Sonntag, 17. Mai 2015

Videotag: Billigfleisch

Mai, bald geht es los (wenn es bei euch nicht schon los gegangen ist) mit der Grillerei.
Gerne holen wir dafür das Fleisch vom Discounter, denn wer will für einen einfachen Grillabend mit Freunden schon viel Geld ausgeben?
Doch wissen wir überhaupt, was hinter dem Fleisch steckt?
Die Videos heute verraten es uns:







PS: Hier geht es zum Veggie-Rezepte-Grillspecial :)

Lieblingsfoto der Woche


Sookie am Schloss

Dienstag, 12. Mai 2015

Tierisch tolle Leute - Ramona Muhle

In nächster Zeit werde ich euch ein paar liebe Menschen vorstellen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Tieren zu helfen. 
Wir fangen heute mit Ramona Muhle an, sie betreibt eine Auffangstation für Meerschweine in Oldenburg. Mehr dazu erzählt sie euch jetzt selbst: 

Stell doch dich und deine Arbeit für die Tiere kurz vor.
Mein Name ist Ramona Muhle, ich bin 1989 geboren und lebe in Oldenburg. Seit 1999 halte ich nun schon Meerschweinchen und habe dann 2011 beschlossen ich möchte mehr tun, als nur Meerschweinchen ein zu Hause zu bieten. Somit habe ich 2011 meine private Pflegestelle für Meerschweinchen in Oldenburg ins Leben gerufen.
Ich nehme Meerschweinchen auf die aus verschiedenen Gründen abgegeben werden müssen, helfe aber auch bei Animal Hording (Tier-Messi)-Fällen mit. Die meisten Böcke werden dann kastriert und krank Tiere wieder aufgepäppelt. Wenn sie dann wieder fit und gesund sind suche ich ein neues, gutes zu Hause für die Tiere.
Hierbei achte ich auf eine gute Haltung, wobei in gleichen Zuge meine Abgabebedingungen so gehalten sind, dass jeder die Möglichkeit hat sich Tiere anzuschaffen. Die Bedingungen sind sehr gut erfüllbar. Denn es ist auch ein Ziel meiner Arbeit die Leute, die sonst Tiere in Zooläden zu kaufen, davon abzubringen. Denn Diese Tiere stammen aus Massenhaltungen/Massenzuchten. Sie werden unter unwürdigen Begingungen produziert.
Mittlerweile zählt die Vermittlungsliste 600 Einträge, das bedeutet es sind 600 Tiere eingezogen. Viele sind davon wieder vermittelt worden, einige sind für den Rest ihres Lebens hier geblieben zum Teil als Patenschweinchen (die Besitzer wollen keine Weitervermittlung, für Tiere ab ca. 5 Jahre), Tiere die nicht vermittelbar waren und natürlich auch Tiere die die Genesung nicht überlebt haben.
Wie bist du auf die Idee gekommen, so ein großes Projekt zu starten?
Antwort: Über meine damalige Tierarztpraxis sind immer wieder Meerschweinchen abgegeben worden, als es dann 40 Tiere waren und ich nicht nein sagen wollte habe ich lange überlegt ob ich es überhaupt kann, also mich wieder von den Tieren zu trennen. Dann kamen Fragen wie: kann ich das zeitlich, kann ich das finanziell usw. Da ich Vollzeit arbeiten gehe mit gleitenden Arbeitszeiten und noch im Elternhaus leben gab es da kein Nein auf die Fragen.
Somit habe ich den Entschluss gefasst, dass ich den Näschen neue zu Hause suchen wollte, habe auf mehreren Webseiten geschaut und auch weitere private Pflegestellen in der Umgebung kennengelernt. Dann kam das so ins Rollen duch Notfälle, durch Privatabgeben und den Kontakten zu den anderen Pflegestellen.



Was ist für dich so besonders an Meerschweinchen?
Ihr Sozialverhalten und ihre Sprache. Denn sie haben so viele unterschiedliche Töne, Geräusche und Geste. Und wenn man sie dann springen und toben sieht, ist es ganz um einen Geschehen. Für mich sind Meerschweinchen Beobachtungstiere, hier werden sie nur sehr selten angefasst. Und leben daher sehr naturnah.
Ich habe eine Gruppe von 50 Meerschweinchen und Riesenmeerschweinchen die in einem 30qm Gehege zusammenleben. In den Sommermonaten dürfen die Tiere dann frei im Garten laufen. Diese Haltungsart finde ich einfach klassen denn hier zeigen sie einem ihr komplettes Sozialverhalten. Auch die Tatsache das hier um die 20 Kastraten in dem großesn Rudel zusammenleben machen die Beobachung der Tiere sehr spannend.

Was rätst du Menschen, die sich ein Meerschweinchen anschaffen wollen?
Sich sehr gut zu informieren und sich genau zu überlegen, ob sie die Verantwortung übernehmen können. Ob sie wirklich auch bereit sind mehrere Hundert Euro an Tierarztkosten zu tragen. Den Zeitfaktor finde ich bei Meerschweinchen nun noch so hoch. Denn wenn man sie nun ähnlich halten möchte wie ich, hat man keinen sehr hohen Zeitaufwand. Jedem muss bewusst sein, dass die Tiere auch mal 10 Jahre alt werden können. Und ich rate allen sich keine unkastrierten Böcke als unerfahrene Halter anzuschaffen, das geht leider viel zu oft schief, spätestens wenn der erste verstirpt. Sollte man sich trotzdem für Böcke entscheiden sollte man diese kastrieren lassen.
Sie sollten in keinen Zooladen gehen um sich beraten zu lassen sondern sich an Tierschutzvereine, Tierheime oder Pflegestellen wenden.
Ganz wichtig ist die Haltung der Tiere, leider landen sie noch immer zu oft in viel zu kleinen Käfigen. Ebenso die Fütterung, es wird noch immer das billigste Futter genommen und es wird ebenfalls noch oft getrocknetes Brot verfüttert.
Also immer vorher informieren.



Was rätst du Menschen, die auch gerne selbst Tieren helfen möchten?
Egal welchem Tier man helfen will, einem muss klar sein, dass das Geld, Zeit und Nerven kostet. Und jedem muss klar sein, man kann nicht alle Tiere retten. Leider gibt es sehr oft Notfälle in denen Leute sich überfordern, weil sie Tieren helfen wollen, weil sie ihre Grenze nicht sehen und finden, weil sie gar nicht die finanziellen Möglichkeiten haben.
Ich hatte vor meiner Pflegestelle bereits schon mehrere Jahre viele Tiere. Man muss seine Grenzen kennen und man muss "Nein" sagen lernen. Auch wenn es schwer fällt. Ich weiß daher was ich an Kosten habe.
Mit meiner Pflegestelle für Meerschweinchen habe ich im Jahr am die 10.000 Euro Tierarztkosten + die Kastrationskosten. Eine Operation auch für ein Meerschweinchen kann schnell auch mal 300 Euro kosten.
Außerdem muss man sich auch Gedanken darüber machen ob man psychisch stabil genug ist, denn man sieht Leid, man sieht kranke, verletzte, misshandelte Tiere. Man muss sich mit dem Tot auseinandersetzen, denn man kann nicht alle Tiere retten und es gibt immer wieder Situationen in denen man ein Tier auf dem letzten Weg begleiten muss.
Die Belastung wenn man mehrere Tiere hat die gleichzeitg krank sind und behandelt werden müssen.
Man muss sich mit all diesen angeschnittenen Themen auseinandersetzen und sollte dann für Sich überlegen in wie weit man Tieren helfen möchte und auch kann. Denn man kann auch in Tierschutzvereinen Patenschaften übernehmen oder ehrenamtliche helfen.

Danke Ramona, für die ausführlichen Antworten und natürlich auch die tolle Arbeit, die du leistest. Auch dafür, dass du auch über die schweren Seiten des Tierschutzes berichtest. 

Wenn ihr noch mehr über die Meerschweinchenauffangstation lesen möchtet könnt ihr hier mal schauen. 

Außerdem findet ihr hier einen tollen Beitrag über Ramona. 

Natürlich freuen sich Ramona und die Schweinchen immer über eine kleine finanzielle oder gemüsige Unterstützung :) 

Sonntag, 3. Mai 2015

Tierbabys - das große Glück?

Ich weiß es noch ganz genau - mein erstes Kaninchen war ein Baby, als es zu uns kam. Ich war so unglaublich verliebt.
Vor 3 Jahren bekamen die Kaninchen einer Klassenkameraden ungewollt Nachwuchs und ich war schon wieder verliebt. Sogar so sehr, dass Stinker bei uns einzog. Er wurde kastriert und mit einem Wildkaninchenhybriden aus dem Tierheim verpartnert.
Als wir Mini aus dem Tierheim holten, saßen im selben Gehege noch sechs Kaninchen und im Gebäude des Tierheims mehrere Kleintiere (mal ganz zu schweigen von den Hunden und Katzen, die das Tierheim füllten). Da fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Diese Tiere waren, gewollt oder ungewollt, einmal der Nachwuchs eines Haustiers.
Vielleicht ist Mini ein Unfall gewesen, ein Wildkaninchen bahnte sich den Weg ins Freigehege und schwupps war da Mini, die Halter waren nicht darauf eingestellt und gaben den Nachwuchs im Tierheim ab, da sie nicht wussten wohin sonst mit ihr.
In dem Moment wurde mir auch klar, dass ICH niemals Tiere in diese Welt hineingebären lasse, die ich nicht  versorgen kann. Alle unsere Tiere sind entweder Kastriert (Jack und Stinker) oder leben in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften und können so keine Kinder zeugen. Die Tierchen fühlen sich auch so wohl, ohne Nachwuchs zu bekommen und ich schaffe kein neues Tierleid auf dieser Welt.



Meine Meinung zu Kastration bei Hündinnen findest du hier.

Sonntag, 19. April 2015

Videotag: Kaninchenmast in Deutschland

Gerade erst war der Osterhase da, da kommt die fiese Trulla hier mit sowas um die Ecke.
Ok, ich könnte jetzt sagen, es tut mir leid, aber zu welcher anderen Zeit im Jahr macht es bitte Sinn, darüber zu sprechen, woher Kaninchenfleisch (um Ostern rum am meisten gegessen) eigentlich so kommt?
Eben.
Im ersten Teil geht es nur um ausländische Kaninchenmast aber gegen Ende wird klar, dass Deutschland sich da nicht rausnehmen kann. Sieh es dir einfach mal an:



Samstag, 11. April 2015

Seht es euch an

Viele fallen immer noch auf die Aussagen der Hundeverkäufer herein.
"1A Stammbaum" , "Liebevoll Zucht", "Die Mutter war ein Champion"....

 Ich kaufe keine Tiere aus (Qual-) Zuchten