Sonntag, 21. Juni 2015

Videotag: Reisen mit Hunden

Nächsten Monat gehen die Sommerferien los. Und damit ihr bis dahin noch genug Zeit habt euch und euren Hund auf die Reise vorzubereiten, gibt es schon heute zwei Videos mit einigen Tipps. Viel Spaß:




Sonntag, 14. Juni 2015

Wieso hast du aufgehört, Fleisch zu essen?

Das ist eine richtig gute Frage. Und ich kann sie ganz genau beantworten.
Als Kind habe ich Tiere geliebt. Ich hatte Haustiere, habe Tierbücher regelrecht verschlungen und dabei eben auch gelernt: Fleisch wächst nicht auf Bäumen sondern wird (unter anderem) eben auch aus Tieren wie meinen süßen Fellpopos gemacht.
Das war für mich ganz schlimm. Mit 12 wollte ich dann zum ersten Mal Vegetarier werden und habe es exakt 2 Wochen ausgehalten. Mein Papa fand nämlich, dass Fleisch zu jedem Essen dazu gehört und das hat er mir auch bei jeder Mahlzeit erklärt. Zusammen mit der Tatsache, dass ich vorher ja immer gerne und viel Fleisch gegessen hatte, wurde ich dann schnell rückfällig.
Ich aß zwar wesentlich weniger Fleisch und manchmal auch wochenlang vegetarisch aber ganz habe ich es nicht geschafft.



Mit 19 wollte ich es dann nochmal probieren. Ich nahm die Fastenzeit als Anlass 40 Tage kein Fleisch zu essen. Leider habe ich mich damals nicht ausreichend informiert und einfach nur aufgehört Fleisch zu essen.
Dass mir da von heute auf morgen dann natürlich einiges fehlt und dass mein Körper sich eventuell gar nicht so schnell umstellen kann, hatte ich nicht bedacht. Nach 29 Tagen ging es mir so schlecht, dass ich es abbrechen musste.



Dann bin ich mit 21 zu A. gezogen. Ab da hätte ich theoretisch mein Fleisch selber kaufen und verarbeiten müssen und das kann ich einfach nicht. Außerdem habe ich in A. jemanden gefunden, der zwar nicht auf ein gutes Stück Fleisch hin und wieder verzichten mag, der mich aber in meinem vegetarischen Lebensstil immer unterstützt, dass macht es ungleich einfacher.
Jetzt bin ich 1 Jahr und 6 Monate Fleischfrei und mir fehlt nichts. Manchmal meine ich sogar, dass ich jetzt besser esse als zuvor. Ich meine, seht euch mal die Fotos an. Wenn das nicht lecker ist, weiß ich es auch nicht ;) (Der Thunfisch auf dem letzten Bild war übrigens für A., Fisch isst man als Vegetarier ja auch nicht ;) )

Sonntag, 24. Mai 2015

Sonntagsspaziergang

Mit Sookie waren wir heute in Wahn.
Wahn war früher ein Dorf, bis alle Einwohner umgesiedelt wurden um einen Schießplatz zu bauen.










Sonntag, 17. Mai 2015

Videotag: Billigfleisch

Mai, bald geht es los (wenn es bei euch nicht schon los gegangen ist) mit der Grillerei.
Gerne holen wir dafür das Fleisch vom Discounter, denn wer will für einen einfachen Grillabend mit Freunden schon viel Geld ausgeben?
Doch wissen wir überhaupt, was hinter dem Fleisch steckt?
Die Videos heute verraten es uns:







PS: Hier geht es zum Veggie-Rezepte-Grillspecial :)

Lieblingsfoto der Woche


Sookie am Schloss

Dienstag, 12. Mai 2015

Tierisch tolle Leute - Ramona Muhle

In nächster Zeit werde ich euch ein paar liebe Menschen vorstellen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Tieren zu helfen. 
Wir fangen heute mit Ramona Muhle an, sie betreibt eine Auffangstation für Meerschweine in Oldenburg. Mehr dazu erzählt sie euch jetzt selbst: 

Stell doch dich und deine Arbeit für die Tiere kurz vor.
Mein Name ist Ramona Muhle, ich bin 1989 geboren und lebe in Oldenburg. Seit 1999 halte ich nun schon Meerschweinchen und habe dann 2011 beschlossen ich möchte mehr tun, als nur Meerschweinchen ein zu Hause zu bieten. Somit habe ich 2011 meine private Pflegestelle für Meerschweinchen in Oldenburg ins Leben gerufen.
Ich nehme Meerschweinchen auf die aus verschiedenen Gründen abgegeben werden müssen, helfe aber auch bei Animal Hording (Tier-Messi)-Fällen mit. Die meisten Böcke werden dann kastriert und krank Tiere wieder aufgepäppelt. Wenn sie dann wieder fit und gesund sind suche ich ein neues, gutes zu Hause für die Tiere.
Hierbei achte ich auf eine gute Haltung, wobei in gleichen Zuge meine Abgabebedingungen so gehalten sind, dass jeder die Möglichkeit hat sich Tiere anzuschaffen. Die Bedingungen sind sehr gut erfüllbar. Denn es ist auch ein Ziel meiner Arbeit die Leute, die sonst Tiere in Zooläden zu kaufen, davon abzubringen. Denn Diese Tiere stammen aus Massenhaltungen/Massenzuchten. Sie werden unter unwürdigen Begingungen produziert.
Mittlerweile zählt die Vermittlungsliste 600 Einträge, das bedeutet es sind 600 Tiere eingezogen. Viele sind davon wieder vermittelt worden, einige sind für den Rest ihres Lebens hier geblieben zum Teil als Patenschweinchen (die Besitzer wollen keine Weitervermittlung, für Tiere ab ca. 5 Jahre), Tiere die nicht vermittelbar waren und natürlich auch Tiere die die Genesung nicht überlebt haben.
Wie bist du auf die Idee gekommen, so ein großes Projekt zu starten?
Antwort: Über meine damalige Tierarztpraxis sind immer wieder Meerschweinchen abgegeben worden, als es dann 40 Tiere waren und ich nicht nein sagen wollte habe ich lange überlegt ob ich es überhaupt kann, also mich wieder von den Tieren zu trennen. Dann kamen Fragen wie: kann ich das zeitlich, kann ich das finanziell usw. Da ich Vollzeit arbeiten gehe mit gleitenden Arbeitszeiten und noch im Elternhaus leben gab es da kein Nein auf die Fragen.
Somit habe ich den Entschluss gefasst, dass ich den Näschen neue zu Hause suchen wollte, habe auf mehreren Webseiten geschaut und auch weitere private Pflegestellen in der Umgebung kennengelernt. Dann kam das so ins Rollen duch Notfälle, durch Privatabgeben und den Kontakten zu den anderen Pflegestellen.



Was ist für dich so besonders an Meerschweinchen?
Ihr Sozialverhalten und ihre Sprache. Denn sie haben so viele unterschiedliche Töne, Geräusche und Geste. Und wenn man sie dann springen und toben sieht, ist es ganz um einen Geschehen. Für mich sind Meerschweinchen Beobachtungstiere, hier werden sie nur sehr selten angefasst. Und leben daher sehr naturnah.
Ich habe eine Gruppe von 50 Meerschweinchen und Riesenmeerschweinchen die in einem 30qm Gehege zusammenleben. In den Sommermonaten dürfen die Tiere dann frei im Garten laufen. Diese Haltungsart finde ich einfach klassen denn hier zeigen sie einem ihr komplettes Sozialverhalten. Auch die Tatsache das hier um die 20 Kastraten in dem großesn Rudel zusammenleben machen die Beobachung der Tiere sehr spannend.

Was rätst du Menschen, die sich ein Meerschweinchen anschaffen wollen?
Sich sehr gut zu informieren und sich genau zu überlegen, ob sie die Verantwortung übernehmen können. Ob sie wirklich auch bereit sind mehrere Hundert Euro an Tierarztkosten zu tragen. Den Zeitfaktor finde ich bei Meerschweinchen nun noch so hoch. Denn wenn man sie nun ähnlich halten möchte wie ich, hat man keinen sehr hohen Zeitaufwand. Jedem muss bewusst sein, dass die Tiere auch mal 10 Jahre alt werden können. Und ich rate allen sich keine unkastrierten Böcke als unerfahrene Halter anzuschaffen, das geht leider viel zu oft schief, spätestens wenn der erste verstirpt. Sollte man sich trotzdem für Böcke entscheiden sollte man diese kastrieren lassen.
Sie sollten in keinen Zooladen gehen um sich beraten zu lassen sondern sich an Tierschutzvereine, Tierheime oder Pflegestellen wenden.
Ganz wichtig ist die Haltung der Tiere, leider landen sie noch immer zu oft in viel zu kleinen Käfigen. Ebenso die Fütterung, es wird noch immer das billigste Futter genommen und es wird ebenfalls noch oft getrocknetes Brot verfüttert.
Also immer vorher informieren.



Was rätst du Menschen, die auch gerne selbst Tieren helfen möchten?
Egal welchem Tier man helfen will, einem muss klar sein, dass das Geld, Zeit und Nerven kostet. Und jedem muss klar sein, man kann nicht alle Tiere retten. Leider gibt es sehr oft Notfälle in denen Leute sich überfordern, weil sie Tieren helfen wollen, weil sie ihre Grenze nicht sehen und finden, weil sie gar nicht die finanziellen Möglichkeiten haben.
Ich hatte vor meiner Pflegestelle bereits schon mehrere Jahre viele Tiere. Man muss seine Grenzen kennen und man muss "Nein" sagen lernen. Auch wenn es schwer fällt. Ich weiß daher was ich an Kosten habe.
Mit meiner Pflegestelle für Meerschweinchen habe ich im Jahr am die 10.000 Euro Tierarztkosten + die Kastrationskosten. Eine Operation auch für ein Meerschweinchen kann schnell auch mal 300 Euro kosten.
Außerdem muss man sich auch Gedanken darüber machen ob man psychisch stabil genug ist, denn man sieht Leid, man sieht kranke, verletzte, misshandelte Tiere. Man muss sich mit dem Tot auseinandersetzen, denn man kann nicht alle Tiere retten und es gibt immer wieder Situationen in denen man ein Tier auf dem letzten Weg begleiten muss.
Die Belastung wenn man mehrere Tiere hat die gleichzeitg krank sind und behandelt werden müssen.
Man muss sich mit all diesen angeschnittenen Themen auseinandersetzen und sollte dann für Sich überlegen in wie weit man Tieren helfen möchte und auch kann. Denn man kann auch in Tierschutzvereinen Patenschaften übernehmen oder ehrenamtliche helfen.

Danke Ramona, für die ausführlichen Antworten und natürlich auch die tolle Arbeit, die du leistest. Auch dafür, dass du auch über die schweren Seiten des Tierschutzes berichtest. 

Wenn ihr noch mehr über die Meerschweinchenauffangstation lesen möchtet könnt ihr hier mal schauen. 

Außerdem findet ihr hier einen tollen Beitrag über Ramona. 

Natürlich freuen sich Ramona und die Schweinchen immer über eine kleine finanzielle oder gemüsige Unterstützung :)